Das wissenschaftliche Interview

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Ein Interview kann der einfachen Unterhaltung und dem Informationsgewinn dienen, es kann allerdings auch zur wissenschaftlichen Forschung beitragen. Ein mündliches Interview, das zu wissenschaftlichen Erkenntnissen beitragen soll, kann verschiedene Formen annehmen. Forscher können Experten interviewen oder bestimmte Personengruppen zu einem Thema befragen. Sie können sich dabei an einem zuvor festgelegten Leitfaden orientieren oder gezielt Fragen stellen und den Interviewpartner dann frei reden lassen.

In jedem Fall zeichnet sich ein wissenschaftliches Interview durch eine beschränkte Dauer aus. Weiterhin wird die Interaktion durch den Interviewer festgelegt, der werturteilsfrei an das Interview herangehen sollte. Während des Interviews behält der Forscher stets das Forschungsziel und die wissenschaftliche Zielsetzung im Auge.

Es gibt bei Interviews unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Befragung gestaltet werden soll. Sie kann persönlich durchgeführt werden, als sogenanntes Face-to-Face Interview, das entweder elektronisch oder auf dem Papier festgehalten werden kann. Auch telefonische Interviews sind möglich, da mit ihnen in einer relativ kurzen Zeit verhältnismäßig viele verschiedene Personengruppen erreicht werden können.

Das gesamte Interview sollte logisch aufgebaut sein und keine komplizierten oder zu langen Fragen beinhalten. Eindeutige Formulierung können dazu beitragen, eine Überforderung der Interviewpartner zu vermeiden. Darüber hinaus sollten die Fragen konkret sein und nicht suggestiv gestellt werden. Durch die Antworten der Interviewpartner können persönliche Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensmuster erfragt werden.

Die Interviewer spielen bei einer Befragung eine wichtige Rolle. Von ihnen hängen die Ergebnisse sowie und deren wissenschaftliche Verwendbarkeit ab. Ein Interviewer sollte deshalb freundlich sein, neutral und werturteilsfrei. Er darf die befragte Person nicht durch seine eigene Meinung, Äußerungen oder Gesten beeinflussen. Darüber hinaus kann der sogenannte Interviewereffekt selten gämzlich vermieden werden, da die Gesprächspartner auch beim korrekten Verhalten des Interviewers so antworten können, wie es sozial erwünscht ist und nicht so, wie es ihrer persönlichen Einstellung entspricht.

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