Fernsehen und Internet -

Vorteile und Gefahren

Artikeldetails

Fernsehen und Internet – Vorteile und Gefahren                        

 

Vorteile Fernsehen:


  • Informationen


  1. Weltnachrichten
  2. Sportinfos
  3. Wissenssendungen (z.B. Galileo)




  • Unterhaltung


  1. Comedy – Entspannung, Freude
  2. Lieblingsserien – Wissen wollen, wie’s weiter geht, z.B. „Alarm für Cobra 11“
  3. Filmabend mit Freunden oder Familie – gemeinsam gucken und hinterher drüber reden
  4. Mitfiebern bei großen Sportereignissen – z.B. Olympiade oder Fußball WM – Gemeinschaftsgefühl



Nachteile Fernsehen


  • Suchtgefahr


  1. Nur noch Fernseher im Kopf – keine anderen Interessen mehr: Hoher Suchtfaktor – v.a. bei eigenem Fernseher im Kinderzimmer
  2. Schädigt die Augen
  3. Konzentrationsstörungen
  4. Einschlafstörungen
  5. Zu wenig Bewegung



  • Gegenmaßnahmen

 

  1. nur ausgewählte Sendungen gucken – mit Eltern festlegen
  2. Eltern sollen Fernsehzeiten überwachen
  3. Nur altersgerechte Sendungen und Filme schauen
  4. Für notwendigen Ausgleich sorgen – Sport, Bewegung, Lesen, mit Freunden treffen



Vorteile Internet


  • World Wide Web



  1. Schnell verfügbare Informationen im World Wide Web
  2. Suchmaschinen, die bei der Suche helfen wie Google, Yahoo oder Blinde Kuh
  3. Weiterführende Informationen über Links
  4. Unterhaltung z.B. kostenlose Spieleseiten

 

  • Soziale Netze für alle – Kontakt halten zu Freunden, die weit weg wohnen

 

  1. Facebook, Twitter, SVZ und Co


  • Kostenlose Internettelefonate


  1. Skype, ICQ, Xing und Co.


Nachteile Internet


  • Persönliche Gefahren

 

  1. noch höhere Suchtgefahr als beim Fernsehen – weil man selber aktiv ist
  2. „Viereckige Augen“ – durch das ständige Starren auf den Bildschirm
  3. Gefahr, die wirkliche Welt aus den Augen zu verlieren, weil man nur noch in virtuellen Welten unterwegs ist, z.B. „Second World“
  4. Faszination Gewalt verherrlichender Spiele – am Beispiel Counter Strike


  • Gefahren aus dem Netz

 

  1. Cyber Mobbing
  2. Web 2.0: Offen für Raubkopien und Datenklau
  3. Abzocke im Internet
  4. Glaubwürdigkeit im Web 2.0: Wie verlässlich ist Wikipedia
  5. Pornografie
  6. Rechtsextremismus
  7. Gewaltdarstellung
  8. Pädosexualität


  • Gegenmaßnahmen

 

  1. Begrenzte Zeiten am PC – Überwachen seitens der Eltern
  2. Eltern sollen mit Kindern reden und über Gefahren aufklären
  3. Eltern sollen darauf achten, dass Kinder nur altersgemäße Spiele spielen
  4. Jugendschutzfilter
  5. PC schützen – hoher Sicherheitsstandard für Internetzugang, Virenscanner, Abwehr von Malware etc.



Quellen:


Neil Postman: Wir informieren uns zu Tode, in: Feuilleton, DIE ZEIT Nr. 41 v. 2.10.1992


Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft, Stuttgart 2005


www.klicksafe.de, Stand 15.07.2010

hier besonders:https://www.klicksafe.de/service/familie/alle-klicksafe-tipps/index.html

www.mfps.de, Stand 15.07.2010, Seite des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest mit diversen Studien zum Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen


Willard, Studie Gewalt im Web 2.0Grimm, P./Rhein, S./Clausen-Muradian, E.; Hrsg: NLM, 2008)





 

Fernsehen und Internet – Vorteile und Gefahren


Fernsehen kann man heute auf der ganzen Welt empfangen. Mittlerweile überholt das Internet das Fernsehen an Bedeutung, jüngere Menschen verbringen mehr Zeit im Internet als vor dem Fernseher. Wobei man das Internet selbstverständlich auch dazu nutzen kann, fern zu sehen. Beide Medien bringen den Menschen viele Vorteile, aber auch Nachteile.


Mein erster Punkt sind die Vorteile des Fernsehens: Informationen und Unterhaltung.


Mit Hilfe des Fernsehens bekommt man viele Informationen über alles Mögliche, z.B. Weltnachrichten, Sportinfos, Wissenssendungen usw. Nachrichtensendungen informieren regelmäßig über politische und gesellschaftliche Ereignisse, Sportereignisse und selbstverständlich auch über das kommende Wetter. Wenn man möchte (und voraus gesetzt, die Technik macht mit) kann man auch Nachrichten in verschiedenen Sprachen hören und dabei auch das Verstehen üben. Beispiel: CNN in amerikanischem Englisch, BBC oder auch französische Sendungen (Arte, deutsch-französischer Gemeinschaftssender). Durch Wissenssendungen bekommt man neue Ergebnisse der Forschung mit oder andere Informationen aus Geschichte oder Naturwissenschaften.


Jetzt kommen wir zum Thema Unterhaltung, die auch ein Vorteil sein kann. Bei Comedies kann man sich zurücklehnen und nichts tun, außerdem ist Lachen gesund. Bei Lieblingsserien will man selbstverständlich wissen, wie es weitergeht. Ein Filmeabend mit Freunden oder der Familie kann ein geselliges Ereignis sein. Man schaut sich gemeinsam einen Film an und kann danach darüber sprechen oder diskutieren. Gesteigert wird das Gemeinschaftserlebnis, wenn man bei großen Sportereignissen mit der eigenen Mannschaft gemeinsam mitfiebert. Die Olympiade und die letzte Fußball WM sind hier gute Beispiele.


Kommen wir zum nächsten Punkt: die Nachteile des Fernsehens.


Es besteht eine hohe Suchtgefahr, Fernsehen kann auch abhängig machen. Wer nur noch das Fernsehen im Kopf hat, vergisst, was um einen herum ist und man hat keine anderen Interessen mehr. Das gilt insbesondere bei Kindern, die schon früh ihren eigenen Fernseher im Kinderzimmer haben. Süchtige sehen sich ja auch selten Info-Sendungen an oder Nachrichten, sondern zu oft Actionfilme, Daily Soaps usw. Ein typisches Verhalten dabei ist das so genannte Zappen, das schnelle Umschalten zwischen verschiedenen Sendern.


Zu viel Fernsehen ist schlecht für die Gesundheit, es schadet den Augen und mindert die Sehleistung, Fernsehen führt zu Konzentrations- und Einschlafstörungen. Außerdem sitzt man gewöhnlich vor dem Fernseher und bewegt sich nicht. Hinzu  kommt, dass viele sich beim Fernsehen ungesund ernähren (Chips essen, zuckerhaltige Getränke trinken).


Der Fernsehkritiker: Manfred Spitzers Buch: „Vorsicht Bildschirm“


Viele Menschen schreiben über die Gefahren und die Nachteile des Fernsehens. Niemand hat das so ausführlich getan und mit so vielen Beweisen untermauert wie Manfred Spitzer. Manfred Spitzer hat Medizin, Psychologie und Philosophie studiert. Er ist Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) und beschäftigt sich hauptsächlich mit Neurodidaktik, das ist so etwas wie „Lernen lernen“, wobei es die Erkenntnisse der Hirnforschung mit einbezieht.

In seinem Buch „Vorsicht Bildschirm“, das 2005 erschien, geht Spitzer mit dem Fernseher hart ins Gericht. Zitat: „Wer vor dem Bildschirm sitzt, bewegt sich nicht und gerät aus der Form“. Er geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 jährlich 40 000 Menschen wegen ihres hohen Bildschirmkonsums sterben: Denn wer sich nicht bewegt, wird dick und stirbt frühzeitig an Herzinfarkt, Zuckerkrankheit oder Schlaganfall.

Außerdem belegt er anhand von Studien, dass Gewalt in den Medien – vor allem bei kleinen Kindern, also solchen, die erst acht Jahre alt oder noch jünger sind – zu mehr Aggressivität und unsozialem Verhalten führt. Dass diese Kinder aber auch Angst davor haben, selbst Opfer zu werden.

Was Spitzer am meisten am Herzen liegt, sagt er ebenfalls gerade heraus: Fernsehen macht dumm!

"Wer viel fernsieht, lernt schlechter lesen, ist weniger kreativ, nimmt die Dinge eher oberflächlich auf und denkt weniger nach.“ Spitzer rechnet zusammen, dass der durchschnittliche Jugendliche in Deutschland jährlich etwa 1000 Stunden in der Schule, 1200 Stunden vor dem Fernseher und 1170 Stunden mit der Familie verbringt, wovon wiederum allein 480 Stunden mit gemeinsamem Fernsehkonsum draufgehen. Summa summarum übernimmt das Fernsehen also, laut Spitzer, etwa 42% der Erziehung.

Er belegt, dass der Fernsehkonsum sich sowohl auf die Leistungsfähigkeit in der Schule als auch auf außerschulische  soziale Kontakte negativ auswirkt. Sehr deutlich wird er mit dem Satz: „Ich bin mir nicht sicher, ob man die Erfinderin der Teletubbies, Ann Wood, unbedingt dafür adeln musste, dass sie für das Leiden vieler tausend Kinder unter Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen verantwortlich ist“.

Ganz gleich, ob man Spitzers kategorischer Ablehnung des Fernsehens insbesondere bei Kindern rundum zustimmt oder nicht: Fest steht: Zu viel Fernsehen ist ungesund und muss eingedämmt werden.

Gegenmaßnahmen

Mögliche Gegenmaßnahmen sind: Nur ausgewählte Sendungen anschauen, die man mit den Eltern zuvor abstimmt. Eltern sollten die Fernsehzeiten überwachen und darauf achten, dass Kinder nur altersgerechte Sendungen und Filme anschauen. Und man sollte immer an den nötigen Ausgleich denken, z.B. Sport treiben, sich bewegen, Lesen und sich mit Freunden treffen.


Mein nächstes Thema ist das Internet – auch hier will ich mit den Vorteilen anfangen:

Vorteile Internet

Zumindest von uns Schülern und jungen Menschen kann sich niemand mehr vorstellen, ohne Internet zu sein: Das World Wide Web versorgt uns blitzschnell mit Informationen aus jedem nur denkbaren Bereich. Dabei helfen uns Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Blinde Kuh. Kaum jemand, der bei einer Sache, die ihm ganz neu ist, nicht erst einmal bei Wikipedia nachschaut um einen Überblick zu bekommen. Kein Referat entsteht heute mehr ohne Internetnutzung. Wir freuen uns, dass  Navigationssysteme uns den Weg weisen und das mühsame Kartenlesen beim Autofahren entfällt. Wir buchen unsere Urlaube übers Internet, kaufen und verkaufen vom Buch bis zum Haus bei e-bay: So, als wäre das schon immer so gewesen.

Heute haben wir das Internet auch überall verfügbar: Entweder über W-Lan, Hotspots oder mit den neuen Smartphones, die jederzeit und überall den schnellen Klick ins Netz ermöglichen.

Kostenlose Spieleseiten wie www. Spielenet.de sorgen überall für Unterhaltung: Sei es in Pausen oder auf langen Zug- und Autofahrten. Über Facebook, Twitter, SVZ und Co. halten wir mühelos Kontakt zu Freunden, die weit weg wohnen und zu denen man sonst wohl gar keinen Kontakt mehr hätte. Und – der Flatrate sei Dank – kostenlose Internettelefonate über Skype, ICQ oder Xing ersparen die früher lästigen Debatten mit den Eltern wegen all zu hoher Telefonkosten.

Alles paletti somit in der wunderbaren Welt des Webs?  So einfach ist es dann doch nicht …


Nachteile Internet

Persönliche Gefahren

Massively Multiplayer Online Role-Playing Games – Wie abhängig machen “World of Warcraft” und “Second Life”?

Wenn von den Gefahren des Internets die Rede ist, muss zuerst über die Gefahr für jeden Einzelnen persönlich geredet werden. Fest steht nämlich: Die Suchtgefahr im Internet ist noch weit größer als beim Fernsehen, weil man ja selbst aktiv ist, selbst spielt – und irgendwann nicht mehr aufhören will und kann. Über die gesundheitlichen Gefahren hinaus, die ich schon beim Fernsehen genannt habe, kommt hier die persönliche geistige oder mentale Abhängigkeit dazu. Dies gilt besonders für Online Spiele, bei denen man in andere Rollen schlüpft wie bei  „World of Warcraft“ oder „Second Life“. Diese so genannten Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPG)  können bewirken, dass  Menschen sich im Kopf nur noch in diesen virtuellen Welten bewegen und die Wirklichkeit völlig aus den Augen verlieren. Schließlich stellt man sich im Netz so dar, wie man gerne sein will: Groß, stark, mächtig, unschlagbar. Da sieht die Wirklichkeit mit ihrem stressigen Alltag dann eben so alt aus, dass man sie irgendwann nicht mehr wahr haben will.

Gewaltige Gefahren 

Faszination Gewalt verherrlichender Online Spiele am Beispiel Counterstrike

Counterstrike ist das bekannteste der so genannten „First Person Shooter“-Games. Das meint kurz gefasst: Wer zuerst schießt gewinnt, überlebt, hat die Macht, verfolgt die richtige Strategie …. Kann spannend sein im Spiel. Wird aber gefährlich, wenn es als scheinbare Wahrheit aufs wirkliche Leben übertragen wird. Und auch wenn das kein wissenschaftlicher Beweis ist: Bei all den furchtbaren Amokläufen, die uns so entsetzt haben, waren die Täter immer eben auch besessene Counterstrike-Spieler. Waren die Täter Menschen, die sich aus dem wirklichen Leben fast verabschiedet hatten und nur noch in Cyber-Welten unterwegs waren, in denen Gewalt die entscheidende Rolle spielte. Wobei der klassische Vorwurf, da spritze überall Blut und alles seien fürchterliche Massaker, gar nicht aufrecht erhalten werden kann: Exzessive Counterstrike-Spieler blenden die Wirklichkeit auf dem Bildschirm aus – also auch die blutigen Angriffe –  damit das Spiel schneller wird. Gewalt ist somit nicht mehr sichtbar, sondern dominiert das Spiel unterschwellig, wodurch es allerdings noch gefährlicher wird und noch mehr Abhängigkeit schafft.

Warcraft III  ist ein so genanntes Echtzeitstrategiespiel, wobei nach vielen vorbereitenden strategischen Schachzügen schließlich zwei Armeen in der entscheidenden Schlacht aufeinander treffen und eben derjenige siegt, dessen Strategie ausgeklügelter war. Auch hier liegen taktisches Geschick, Allmachtsphantasien und die Akzeptanz, dass Gewalt zum Siegen unverzichtbar ist, eng beisammen. Und auch hier gilt: Wer dieses Denken 1: 1 ins wirkliche Leben überträgt, ist an einem gefährlichen Punkt angelangt.

 

Gefahren aus dem Netz

Als erstes möchte ich eine noch gar nicht so lange bekannte Gefahr aus dem Netz ansprechen:  Das Cyber-Mobbing

Unter Cyber-Mobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer hauptsächlich im Internet und über einen längeren Zeitraum hinweg. Cyber-Mobbing findet entweder durch E-Mails, Instant Messenger wie beispielsweise ICQ oder in sozialen Netzwerken statt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kennen sich der Täter, den man „Bully“ nennt und das Opfer meistens persönlich. Viele Opfer haben auch einen Verdacht, wer sie mobbt. Fälle, in denen Bullys ihre Opfer nur aus dem Netz kennen, sind selten.

In der Studie Gewalt im Web 2.0 werden acht verschiedene Ausprägungen des Cyber-Mobbings unterschieden


Flaming
(Beleidigung, Beschimpfung):Findet in der Regel in öffentlichen Bereichen des Internets statt, z.B. mittels verletzender Kommentare oder vulgärer Pöbeleien
Harassment
(Belästigung):
Zielgerichtete, immer wiederkehrende Attacken von gänzlich Unbekannten, Usern  in Sozialen Netzwerken oder gar Bekannten aus dem realen sozialen Umfeld
Denigration
(Anschwärzen, Gerüchte verbreiten):
Beabsichtigtes Bloßstellen des Opfers durch das Onlinestellen oder direkte Versenden von Texten, Fotos/ Videos z.B. um Freundschaften zu zerstören oder um sich an der Ex-Freundin zu rächen
Impersonation
(Auftreten unter falscher Identität):
Sich als eine andere Person ausgeben, indem z.B. das Passwort des Opfers genutzt wird, um in dessen Namen z.B. einen Lehrer zu beschimpfen
Outing and Trickery
(Bloßstellen und Betrügerei):
So tun als handle es sich um private Kommunikation und dann intime oder peinliche Daten zu verbreiten, um z.B. den Ex-Partner bloßzustellen
Exclusion
(Ausschluss):
Ausgrenzung von jemandem aus einer Gruppe z.B. aus einer Instant-Messenger-Gruppe oder dem Game-Bereich
Cyberstalking
(fortwährende Belästigung und Verfolgung):
Wiederholt jemanden (sexuell) belästigen und bedrohen
Cyberthreats
(offene Androhung von Gewalt):
Direkte oder indirekte Ankündigung, dass jemand verletzt oder gar getötet werden soll.



Web 2.0: Offen für Raubkopien und Datenklau


Web 2.0 beschreibt den Wandel des Internets von einem Medium, in dem Angebote konsumiert werden in ein Mitmachmedium. Hier kann und darf jeder seine Inhalte veröffentlichen, wobei mit Inhalten sowohl Texte als auch Videos, Audio-Dateien oder Fotos gemeint sind. Diese von Internetnutzern erstellten Inhalte innerhalb des Internet werden als  „user-generated-content“ bezeichnet. Besonders problematisch sind hier die Auswirkungen auf das Urheberrecht – das so genannte Copyright, und – natürlich mal wieder! – der Jugendschutz.

So haben insbesondere die Diskussion um sexuelle Belästigungen von Jugendlichen auf MySpace – das ist eine Kombination aus Weblog, Video- und Bilderarchiv – gezeigt, wie ernst das Problem ist.


Verstöße gegen das Urheberrecht begeht meist unwissentlich, wer z.B. auf YouTube Videos und Musik, aber auch Fotos oder Gedichte und Zitate anderer mit eigenen Werken vermischt. Eine teure Abmahnung kann die Folge sein.


Abzocke im Internet

 

Die typischen Abzocker im Internet spekulieren darauf, dass die meisten Menschen meinen, wenn sie eine Flatrate fürs Internet haben, sei damit alles rund ums Surfen bezahlt. Deshalb sehen auch Abzocker-Seiten auf den ersten Blick kostenlos aus. Dann locken tolle Gewinnspiele auf eine Seite, auf der man seine Adresse oder andere persönliche Daten eingeben muss, angeblich, um den Gewinn zugeschickt zu bekommen – und schon hat man ein dauerhaftes Zeitschriften – oder Klingelton-Abo bestellt. Besonders hinterhältig sind Seiten, die kostenpflichtige „Hausaufgabenhilfe“ oder „Intelligenztests“ anbieten – und so tun, als bräuchten sie die persönlichen Daten nur, um ein genau passendes Angebot zu erstellen.


 

 

 

Glaubwürdigkeit im Web 2.0: Wie verlässlich ist Wikipedia?

 

In der freien Enzyklopädie Wikipedia kann jeder Benutzer Artikel erstellen oder ändern. Zu finden sind deshalb eigentlich immer Artikel, die auch die Zustimmung anderer Autoren finden. Das heißt: Die Wikipedia-Betreiber vertrauen auf die Selbstkontrolle und Selbstorganisation der weltweiten Nutzer. Fest steht somit aber auch: Wikipedia wird nicht von einer professionellen Redaktion betreut. Dennoch vertrauen heute viele Menschen Wikipedia genau so wie der klassischen Brockhaus Enzyklopädie. Unbestritten ist, dass es viele gute und auch anspruchsvolle Artikel in Wikipedia gibt. Eine richtige Recherche in Bibliotheken – sei es nun online oder mit „richtigen“ Büchern kann und soll aber diese freie Enzyklopädie nicht ersetzen. In wissenschaftlichen Arbeiten – an der Uni z.B. – wird sie auch nicht als Nachweis und Quelle akzeptiert.



Pornografie

 

Laut Gesetz dürfen Kinder keinen Zugang zu harten pornografischen Angeboten im Internet haben. Darunter fallen Gewalt-, Tier- und Kinderpornografie; also alle Bereiche, in denen Sexualität und Gewalt vermischt werden.


Dass dieses Gesetz eingehalten wird, dafür sorgt der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag mit seinem Altersverifikationssystem. Laut diesem AVS müssen Anbieter, die pornografische Inhalte ins Netz stellen wollen, garantieren, dass nur volljährigen Nutzern der Zugang erlaubt ist. Sonst wird diese Person strafrechtlich verfolgt.

Viele Anbieter sitzen aber im Ausland und haben keinen effektiven Zugangsschutz installiert. In den meisten europäischen Ländern und auch im weltweit größten Markt für pornografische Angebote, den USA, ist Pornografie entweder erlaubt oder es werden einfach nur Fragen gestellt wie: Bist du volljährig? Ja/Nein. Und jeder kann anklicken, was er will

Rechtsextremismus

In Deutschland ist die Verwendung von allen Nazisymbolen – wie z.B. Hakenkreuz, Hitlergruß u.ä. – verboten. Das fällt unter die „Aufforderung zum Rassenhass“, verstößt somit gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung und wird bestraft. Die rechtsextremistische Szene im Internet vermeidet deshalb diese konkreten Symbole und nutzt diese Schlupflöcher, um vor allem Kinder und Jugendliche mit ihren fremdenfeindlichen und Menschen verachtenden Ideen zu ködern. Mit Schlagwörtern wie „Kameradschaft, Abenteuerlust, Zusammenhalt in schwierigen Zeiten“ bringt sie ihre rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Thesen und Parolen in Umlauf. Kostenlose Musik- und Spieledateien tragen außerdem zur Verbreitung solcher Ideen bei. 

 

 

Gewaltdarstellung

Gewalt im Netz ist nicht nur Computerspielen vorbehalten. Laut Jugendmedienstudie (JIM) sind etwa ein Drittel der 12- bis 19-Jährigen Onliner schon einmal mit pornografischen, rechtsextremen oder stark gewalthaltigen Internetangeboten in Berührung gekommen. Außerdem können Heranwachsende unangenehme Beleidigungen oder Belästigungen im Chatraum erleben. So sind ein Drittel der Jugendlichen schon mehrmals auf unangenehme Menschen im Chatraum gestoßen. Hierunter fallen z.B.

?  tasteless-Angebote, das sind Foto- und Videosammlungen von verletzten, verunstalteten,    toten und getöteten Menschen. Oder aber von

Rape-Sites. Hierbei handelt es sich um Darstellungen von sexueller Gewalt und Vergewaltigungen.

Snuff-Videos sind Videos von Folterungen und Tötungen.

Kriegsgräuel bilden brutalste Darstellungen von Kriegsgeschehen und Gemetzeln ab.


Diese Angebote erscheinen meist unerwünscht auf dem Bildschirm als Pop-Up-Fenster und verleiten fürs Erste vielleicht eher aus Neugier zum Draufklicken. Gerade deshalb geht eine große Gefahr von Darstellungen aus, die Gewalt als Prinzip verherrlichen und alle, die Mitleid mit den Gequälten haben, als Schwächlinge bezeichnen.


Pädosexualität

 

Das Wort Pädosexualität setzt sich aus dem Griechischen „pais, paidos“ = Kind und dem begriff Sexualität zusammen. Es bezeichnet die Tatsache, dass es Erwachsene gibt, die sexuelle Kontakte mit Kindern haben wollen. Diese Menschen nennt man Pädophile. Auch Chat-Räume werden von Pädophilen genutzt. Hier versuchen sie Kontakte zu Kindern zu knüpfen. Dazu gehört auch, dass sie Minderjährige über ihre persönlichen Daten wie Alter, Wohnort, E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie über ihre Freizeitgestaltung wie Hobbies „ausspionieren“. Das größte Risiko besteht, wenn Kinder zu einem realen Treffen außerhalb des Chats aufgefordert werden – und dann auch hingehen.


Gegenmaßnahmen

 

Jetzt habe ich euch viel über die Gefahren des Internets erzählt. Zum Schluss will ich noch etwas über mögliche Gegenmaßnahmen sagen. Dabei muss aber klar sein: Kein Jugendschutzfilter, kein noch so hoch verschlüsselter Internetzugang oder super Virenscanner kann uns als Surfer 100%-ig schützen. Wir müssen selbst aufmerksam sein beim Surfen und eben auch andere auf mögliche Gefahren hinweisen.


Ganz wichtig ist dabei auch das Vorbild der Eltern und Erzieher: Sie sollen mit den Kindern reden, Regeln vereinbaren und darauf achten, dass diese eingehalten werden. Und was fürs Fernsehen schon wichtig ist, gilt fürs Internet erst recht: Das wirkliche Leben findet hier statt – nicht im Netz. Bücher, Sport, Musik machen und sich mit Freunden treffen -  das alles muss unbedingt einen höheren Stellenwert behalten als das Surfen im Netz. Dann kann man auch ruhig die Vorteile des Internets nutzen.


An dieser Stelle will ich schon mal auf die Seite www.klicksafe.de verweisen, wo das Internet nicht verteufelt wird, wo aber die Gefahren klar benannt werden und auch mögliche Schutzmaßnahmen aufgezeigt werden. 


Ich nenne deshalb auf dem Handout  die genaue Seite und die Liste der verfügbaren Schutzmöglichkeiten

Zum Schluss eine der vorgestellten möglichen Schutzmaßnahmen noch ein bisschen ausführlicher: Es geht um die Gefahren des Chattens in sozialen Netzwerken. Zitat:

„Grundsätzlich gilt: Je sparsamer Kinder und Jugendliche bei der Angabe von persönlichen Daten und Fotos sind, desto sicherer ist das Social Networking! Einmal im Internet veröffentlichte Daten lassen sich im Nachhinein schwer kontrollieren und löschen.

Und: Ein Kind sollte gut auf seine Zugangsdaten, z.B. Benutzername, Passwort aufpassen: Wenn sich ein Anderer in der Online-Gemeinschaft mit seinem Profil einloggt und beispielsweise rechtswidrige Inhalte einstellt, kann das schwerwiegende Folgen haben“.

Neil Postman: Wir informieren uns zu Tode

Kritik an den neuen Medien gibt es übrigens schon länger: Bereits 1992 hat der amerikanische Medienwissenschaftler Neil Postman in der Wochenzeitung „Die Zeit“ einen Artikel mit dem Titel: „Wir informieren uns zu Tode“ veröffentlicht. Darin steht u.a.:

„Die Information ist zu einer Art Abfall geworden. Sie trifft uns wahllos, richtet sich an niemand Bestimmten und hat sich von jeglicher Nützlichkeit gelöst; wir werden von Information überschwemmt, sind nicht mehr imstande, sie zu beherrschen, wissen nicht, was wir mit ihr tun sollen“.

Sich einen Weg durch diesen Informationsdschungel zu bahnen ist heute sicherlich nicht einfacher als vor fast 20 Jahren. Diese GFS über Vorteile und Nachteile der heute von uns am meisten genutzten Medien soll aber wenigstens ein kleines bisschen dabei helfen.

 


 






 


 

Kommentare

Kommentar schreiben

FAQImpressumAGBDatenschutzrichtlinien Kontakt
Bookmark and Share