Fundiert oder nicht fundiert? Die passende Ausbildung zum Tierheilpraktiker finden
Vor dem Gesetz sind Tierheilpraktiker Laien. Gerade, weil dadurch spezielle gesetzliche Regelungen für den Berufsstand fehlen, ist eine umfassende Ausbildung für Tierheilpraktiker von besonderer Bedeutung.
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Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker ist , anders als beim Heilpraktiker für Menschen , nicht staatlich geregelt . Grundsätzlich gehören die Themengebiete Anatomie , Pathologie , Differentialdiagnostik sowie diverse Naturheilverfahren zu einer fundierten Ausbildung . Tierheilpraktiker müssen nach Ausbildungsende in der Lage sein , Diagnosen zu stellen , auf dieser Basis die passende naturheilkundliche Therapie zu wählen und diese auch selbst anzuwenden . Darüber hinaus kann eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker eine gute Grundlage liefern , mit Tierärzten zu diskutieren und zusammenzuarbeiten . Grundsätzlich ist eine Ausbildung für Tierheilpraktiker keine notwendige Voraussetzung , um zu praktizieren . Der Berufsstand ist daher sehr homogen : So haben einige Anbieter nur ein Wochenende in ihre Ausbildung zum Tierheilpraktiker investiert , andere dagegen haben eine mehrjährige Weiterbildung mit einer differenzierten Abschlussprüfung vorzuweisen . So bieten beispielsweise verschiedene Verbände in Deutschland eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker an , die ihren jeweils eigenen Qualitätskriterien genügt . Vor dem Gesetz gelten Tierheilpraktiker jedoch , unabhängig von ihrer Qualifikation , als Laien : Sie dürfen genau dieselben Behandlungsmethoden anwenden , wie jeder Tierbesitzer , unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und den Regelungen zum Tierschutz . Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker konzentriert sich daher in der Regel auf alternative Verfahren wie Homöopathie oder pflanzliche Medizin . Auch Akupunktur oder Methoden wie Biofeedback gehören bei einigen Anbietern zur Ausbildung . Tierheilpraktiker können ihre Beschränkung auf alternative Verfahren positiv nutzen , indem sie sich beispielsweise bei einer Klientenzielgruppe aus der Landwirtschaft profilieren : Nicht nur für die biologische Nutztierhaltung sind natürliche Verfahren interessant . Auch konventionelle Höfe können profitieren , weil die Wartezeiten und damit auch die Ertragsausfälle nach einer homöopathischen Behandlung wesentlich geringer sind , als nach der Gabe herkömmlicher Medikamente . Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung zum Tierheilpraktiker sind häufig Fragen der Praxisorganisation und der rechtlichen Rahmenbedingungen . So muss beispielsweise die Tätigkeit als Tierheilpraktiker oder eine Praxiseröffnung in einigen Bundesländern angemeldet werden . Hierzu kann es beispielsweise nötig sein , bestimmte Sachkundenachweise zu erbringen . Wer als Tierheilpraktiker tätig werden will , sollte sich zudem über mögliche rechtliche Konsequenzen seiner Tätigkeit im klaren sein : Bei Fehldiagnosen oder wenn er ein Tier durch seine Behandlung schädigt , kann er im Rahmen geltender Gesetze dafür haftbar gemacht werden . Entsprechende Kenntnisse sind auch deshalb wichtig , weil jeder Tierheilpraktiker die Prinzipien seiner Tätigkeit grundsätzlich für sich selbst definieren müssen : Die existierenden Verbände können zwar Berufsordnungen beschließen , diese sind jedoch nicht rechtsverbindlich .
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