Yoga - Durchblick im Dschungel der Stilrichtungen
So wird der innere Schweinehund zum inneren Guru
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Yoga - Durchblick im Dschungel der Stilrichtungen
So wird der innere Schweinehund zum inneren Guru
Yoga – ist das etwas für mich? Wer sich diese Frage schon einmal gestellt hat, könnte sie leicht schon nach der ersten Begegnung mit Yoga verneint haben. Nicht nur, dass die passende Stilrichtung für den Einsteiger schwer zu finden ist, auch die Probestunde beim gut erreichbaren Yoga-Anbieter hat vielleicht doch nicht überzeugt. Waren die Übungen zu anstrengend, waren die esoterischen Missionierungsversuche zu aufdringlich, wurde zu wenig Insiderwissen vermittelt, oder hat ganz einfach ungünstige Kleidung gestört? Eine erste Hilfestellung für Interessierte und Einsteiger im Yoga-Dschungel gibt dieser Artikel.
Was will ich - und was will Yoga?
Das sind die grundlegenden Fragen, die sich jede/r Interessierte stellen sollte. Was Yoga anstrebt, je nach Stilrichtung in unterschiedlichen Anteilen, ist eine körperliche, geistige und seelische Balance, manchmal Harmonisierung genannt. Das bedeutet:
Für den Körper: Abnehmen, fit sein, Koordinationsfähigkeit, Gelenkigkeit etc.
Hier gibt es unterschiedlich intensiv übende Stile; von schweißtreibend bis entspannend
Für die Seele: ausgeglichene Haltung, Zufriedenheit, Stressreduktion etc.
Für den Geist: Erleuchtung, spirituelle Entwicklung, Klarheit etc.
Nicht vergessen – Yoga kommt aus Indien
Da Yoga ein Teil der indischen Philosophie ist, kann es sehr hilfreich sein bei der Auswahl, sein Naturell nach der ayurvedischen Lehre zu kennen. Ayurveda unterscheidet drei sogenannte Doshas: Vata, Pitta und Kapha, etwa als energisch und wach, geistig flexibel sowie psychisch stabil zu übertragen.
Hier sollten sich Einsteiger unbedingt einordnen können, denn zu leicht entscheidet man sich aus Yoga-Sicht für den falschen Kurs. Aktive Persönlichkeiten zieht es intuitiv in dynamische Stile, und die ruhigeren finden sich in den ruhigen Kursen. So ist kein Ausgleich möglich!
Was wird angeboten
Wie eingangs bereits erwähnt, gleichen die vielen Stilrichtungen im Yoga einem Dschungel an Unübersichtlichkeit. Was genau steckt hinter einer Bezeichnung: ein Phantasiename, eine „Neuerfindung“ oder ein traditioneller Yogaunterricht? Auch hier immer der Rat: besucht eine Probestunde. Denn auch eine „Neuerfindung“ kann genau das sein, was Euch gut tut.
Als grobe Orientierung hier noch einige Stile in einer Gegenüberstellung:
Schweisstreibend: Ashtanga Yoga, Power-Yoga, Jivamukti Yoga.
Entspannend: Iyengar Yoga, Kundalini Yoga.
Die am häufigsten angebotene Stilrichtung Hatha-Yoga kann man als Wurzel aller Yogarichtungen betrachten.
Ashtanga-Yoga hat den Vorteil, dass in festgelegten Serien praktiziert wird. So weiß man zuhause immer, was zu tun ist (wenn man denn praktiziert.).
Im Iyengar-Yoga werden Hilfsmittel gezielt eingesetzt.
Yoga Vidya bezeichnet hingegen keine Stilrichtung, sondern den größten Yogalehrer-Ausbildungsashram in Deutschland. Erfahrungsgemäß unterrichten die meisten LehrerInnen der Yoga Vidya Schulungen sehr entspannend.
Einsteiger sollten unbedingt Probestunden bei verschiedenen LehrerInnen nehmen, denn einige Stilrichtungen können sowohl dynamisch als auch ruhig unterrichtet werden. Hier hängt viel von der Persönlichkeit des Übungsleiters ab.
Musikalische Untermalung
... während der Yogastunde ist im Ashtanga-Yoga zwar unüblich, richtet sich aber auch hier nach dem Übungsleiter. Wer glaubt, ohne Musik geht gar nichts, sollte vorab nachfragen.
Und was soll ich mitbringen?
Das wird unterschiedlich gehandhabt. In manchen Studios soll die Yogamatte mitgebracht werden; am besten auch hier vorher nachfragen. Richtet Euch auf jeden Fall darauf ein, barfuß zu praktizieren. Socken können sehr rutschig werden.
Übrigens: „Yoga für Kühe“ ist ein hilfreiches Büchlein für Einsteiger, keine Stilrichtung!
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